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Brexit-Narrative

Brexit-Narrative

In den Nachrichten wird der Brexit oft als eine äußerst komplizierte Angelegenheit dargestellt.

Dabei ist der Brexit zunächst einmal die Folge eines u.a. durch die rechtspopulistische UKIP aufgewärmten, uralten englischen Narrativ. Dieser nationalistische Narrativ handelt davon, dass England “groß genug und gut genug” sei, um ihr eigenes Land zu regieren und die Angst vor zu viel Kontrolle von außen durch die “Vereinigten Staaten von Europa”.

Nach dem Referendum am 23. Mai 2016 war der Termin für den Austritt auf Ende März 2019 fixiert. Seitdem gibt es eigentlich ein wesentliches Narrativ “Brexit” mit verschiedenen Strängen.

  1. Theresa May steht für den geordneten Ausstieg als Kompromiss mit der EU, das Parlament muss sich dazu bewegen.
  2. Dagegen stehen die Hardliner, die keinen geordneten Deal zu jedem Preis wollen.

Nachdem beide Lager die Geduld ihrer jeweiligen Anhänger in ausdauernden Parlamentsdebatten und -abstimmungen auf die Probe stellten, erscheint nun insbesondere nach einer beeindruckenden Online-Petition wieder denkbar. Auch wenn Theresa May die Botschaft der Petition ablehnt. Es wird in Nr. 10 bei Absage des Brexit “ein potenziell irreparabler Schaden für das öffentliche Vertrauen” befürchtet.