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Terroranschlag in Neuseeland

Terroranschlag in Neuseeland

In Christchurch in Neuseeland hat ein Mensch einen Anschlag verübt, bei dem bis jetzt mindestens 51 Menschen ums Leben kamen (bitte verlinkten Tweet beachten). Wir wünschen den Angehörigen der Opfer viel Kraft und den betroffenen Menschen die Zeit und Ruhe, ihre Wunden zu heilen.

Interessant: Während sich in Deutschland Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) als Vorsitzende der wählerstärksten Partei  mit ihrem “Egal gegen wen sich Hass, Gewalt und Terror richten” auf eine Argumentation stützt, die klar an Trumps “Both sides” erinnert und sich so auf eine vermeintliche Mehrheitsmeinung (–> CDU und ihr neues Feindbild) flüchtet, macht die NZ-Premierministerin Ardern das Gegenteil: Sie gibt mit “They Are Us” ein inklusives Bekenntnis ab, mit dem sie sich stellvertretend für alle Neuseeländer schützend an die Seite der angegriffenen Minderheit stellt. Außerdem verzichtet sie darauf, den Namen des Täters nicht zu verwenden.

Damit versucht Jacinda Ardern alles zu tun, um dem Täter seinen “Ruhm” zu verweigern. “Massenmörder zu Berühmtheiten machen, erhöht das Risiko, dass sie Vorbilder von zukünftigen Nachahmern werden”, sagt Adam Lankford, Professor für Kriminologie an der University of Alabama. “Wir haben in der Vergangenheit viele tragische Beispiele für diese Art von Nachahmung gesehen.”